Schienenverkehr
Schienenverkehr

Die Niederlande haben das am stärksten genutzte Schienennetz Europas. Pro Jahr erfolgen gut 3,3 Mio. Zugfahrten über 7.028 km Gleise mit 7.172 Weichen und 11.843 Signalen. Darüber hinaus gibt es viele Gemeinden, die über ein U-Bahn- und/oder Straßenbahnnetz verfügen.

Nach der Gründung der niederländischen Eisenbahngesellschaft (N.V. Nederlandse Spoorwegen, NS) im Jahr 1938 fiel nahezu die gesamte Schieneninfrastruktur ihrer diversen Vorgänger an diese neue Gesellschaft. Die NS wurde Eigentümerin und Verwalterin nahezu des gesamten Schienennetzwerks der Niederlande. Auch die staatlichen Eisenbahnstrecken gingen auf die NS über. Der Staat behielt die Kontrolle, indem der zu 100 % Gesellschafter der neuen Gesellschaft wurde. Somit war die NS kein Staatsbetrieb, sondern eine teilstaatliche Aktiengesellschaft geworden, im Gegensatz zur niederländischen Post PTT, die vollständig in Händen des Staates war. Ab den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde wieder in die Erweiterung des Schienennetzes investiert. Dies führte zum Bau der Stadtlinie von Zoetermeer, der Schiphol-Linie (einschließlich West- und Südzweig der Ringstrecke), der Veenendaal-Linie und der Flevo-Linie. Darüber hinaus wurden mehrere Strecken zweigleisig ausgebaut, es wurden neue Bahnhöfe gebaut, Eisenbahnstrecken wurden elektrifiziert, kreuzungsfreie Ein- und Ausfädelungen, Gleisüberwerfungen und Eisenbahntunnel wurden gebaut und viele Bahnübergänge wurden durch den Bau von Überführungen beseitigt. Darüber hinaus hielten Innovationen Einzug, wie neue Signale, Weichen und technische Anlagen. Ferner stand die NS an der Wiege der Hochgeschwindigkeitsstrecken Süd, Ost und der Zuiderzee-Linie. Nur unter dem Druck des Staates allerdings stimmte die NS dem Bau der so genannten Betuwe-Linie zu.

Lieber hätte die NS in die Verbesserung der bestehenden Linie investiert. Gegen 1995 wurden die Hochgeschwindigkeitsprojekte von der NS abgezogen und bei der niederländischen Straßen- und Wasserbaubehörde Rijkswaterstaat untergebracht. Das Projekt der neuen Betuwe-Linie blieb jedoch im Portefeuille der NS. Vor der Verselbstständigung war die NS Befürworterin der Zuiderzee-Linie, da beim Bau der Flevo-Linie auch die Strecke Lelystad-Heerenveen-Groningen zügig realisiert werden sollte. 1988 wurde ein ambitioniertes Vorhaben unter dem Namen Rail 21 vorgestellt.

Damit beabsichtigte die NS den Ausbau des niederländischen Schienennetzes zu einem der modernsten Europas. Dieses Vorhaben wurde lediglich teilweise umgesetzt. 1995 ging bei der Verselbstständigung die Verwaltung auf die Taskforce-Betriebe NS Railinfrabeheer, NS Verkeersleiding und Railned über. Das Eigentum blieb allerdings noch bei der N.V. Nederlandse Spoorwegen. Dies änderte sich erst am 1. Juli 2002, als das Eigentum offiziell auf das niederländische Ministerium für Verkehr und Wasserwirtschaft überging, das seinerseits das Eigentum später bei NS Railinfratrust unterbrachte. Die Taskforce-Betriebe wurden damals auch definitiv von der NS getrennt. Am 1. Januar 2003 wurden sie endgültig Teil des heutigen Verwalters der Schieneninfrastruktur, ProRail. Damit das gesamte Schienennetz gut und zuverlässig funktioniert, werden verschiedene Arten von Außenschaltschränken für unterschiedliche Zwecke aufgestellt, unter anderem für (Antriebs-)Speisung, Wechselsteuerung- und -heizung sowie Sicherheitstechnik und Signalgebung. Staka fertigt Gehäuse aus Edelstahl, in denen solche Systeme sicher und reibungslos funktionieren können.

Wenn Sie Fragen zum Bereich Schieneninfrastruktur haben, wenden Sie sich an unseren Berater Richard Esendam.

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